Ein entspannter Samstag in Insa-dong

Schon in der ersten Woche hat mein Buddy mit mir eine kleine Sightsseing-Tour entlang ihrer Lieblingsplätze in Seoul unternommen. Darunter war auch ein kurzer Abstecher in den Stadtteil Insadong. Ich dachte mir – diesen Platz muss ich mir noch mal vorknöpfen und auf eigene Faust erkunden! Ich nehme euch mit auf einen Spaziergang durch die bunte Einkaufsstraße Insadong-Gil.

Die Insadong-gil (Insadong Straße)

Der Stadtteil Insadong liegt ziemlich zentral in Seoul und ist zu erreichen wenn man die Anguk Metrostation (auf der Linie 3) durch den Ausgang 6 verlässt, etwa 100 Meter geradeaus läuft und dann links abbiegt. Es ist nicht zu verfehlen, da die sich vor einem aufbauende Straße meist gut besucht und mit vielen Teehäusern, Restaurants und Kunstgalerien versehen ist.
Das Wochenende ist die perfekte Gelegenheit, um herzukommen, da am Samstag von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 22 Uhr die Hauptstraße des Viertels, Insadong-gil, für den Verkehr abgesperrt wird und sich somit in eine Fußgängerzone mit genügend Platz für Verkaufs- und Streetfoodstände verwandelt.

Rein ins Einkaufsparadies

Insadong besteht eigentlich hauptsächlich aus dieser längeren Straßen, die Insadong-gil, die auch bei Touristen sehr beliebt ist. (Das merkt man eigentlich immer daran, dass in Vierteln, die auf Touristen ausgerichtet sind, öfter die Schilder Menükarten und andere Werbeanzeigen auf Englisch oder Chinesisch übersetzt sind. Sie findet man vor allem vor  Restaurants oder Cafés.) Was mir hier gut gefällt ist, dass die Straße gesäumt ist von großen Bäumen, die einem im Sommer Schatten spenden und dem Viertel im Vergleich zu anderen Vierteln eine entspannte Atmosphäre verleihen. Die Läden in der Insadong-gil verkaufen eine große Auswahl an Souvenirs, wie Fächer, Essstäbchen, Postkarten, Schmuck, Porzellan, Schlüsselanhänger und Deko Artikel oder auch Fan-Artikel koreanischer Popgruppen. Es gibt hier sogar mehrere kleine Läden, welche Tinte, spezielle Pinsel und weiteres Material verkaufen, die man für traditionelle Kalligraphie benötigt. Auf jeden Fall ist Insadong ein geeigneter Platz, um traditionelle Geschenke und Souvenirs zu kaufen. Deshalb werde ich das Viertel auf jeden Fall noch einmal besuchen bevor ich nach Hause fliege. Besonders wenn man nach traditionellen Geschenken sucht, wie einem Teekrug und Teebechern oder Dekorationen, man es jedoch eher schlicht und nicht kitschig mag (wie in den meisten Souvenirläden leider ist), kann man in Insadong fündig werden.
Am Wochenende kann man auch verschiedenste koreanische Snacks und Süßigkeiten an den kleinen Ständen probieren, zum Beispiel ttokbokki (Reiskuchen mit scharfer Soße), gegrillte Würstchen, kleine Kuchen die mit Eiscreme gefüllt sind, süße Reiskuchen oder eine Art von Keksen aus getrockneten Früchten.

Südkoreanische Souvenirs

 

Handgemachte Teller und Schalen

 

Handbemalte Vasen

 

Traditionelle koreanische Masken

Ein kleiner Einblick in die traditionelle Kultur

Ich hatte an diesem Samstag auch das Glück, gerade durch das Ende der Straße zu schlendern, als eine traditionelle Tanzaufführung zu koreanischer Musik stattfand. Jeder schien kurz anzuhalten und den Frauen in den bunten Gewändern fasziniert zuzusehen, die zu der Folksmusik tanzten.

Und hat man noch nicht genug eingekauft – hereinspaziert ins Ssamzigil!

Etwa in der Mitte der Straße befindet sich ein kleines Einkaufszentrum namens Ssamzigil, welches ich jedem empfehle der in der Nähe von Insadong ist. Das Einkaufszentrum hat die Form eines Rechtecks mit einem großen offenen Hof in der Mitte. Man steigt in die oberen Stockwerke über eine Rampe, welche sich wie eine Spirale nach oben zieht, wobei man an etwa 70 kleinen Läden vorbeikommt, in denen man stundenlang stöbern kann. Auch dieser Ort ist perfekt um Souvenirs und Geschenke zu kaufen. Viele der kleinen Läden verkaufen Designerstücke, Dekoration, handgemachten Schmuck und Taschen, Kleidung und Schreibartikel. Im obersten Stockwerk kann man ein kleines Café besuchen oder sich in dem kleinen Garten auf der Dachterrasse kurz ausruhen. Auch wenn man hier kein passendes Mitbringsel gefunden hat, lohnt es sich die kleine Passage zu besuchen, denn in jeder Ecke kann man kleine Kunstwerke wie Malereien auf Boden und Wänden und kleine Holzskulpturen entdecken. Unter den Touristen ist dieser Ort auch beliebt, um schöne Fotos zu schießen, da das Einkaufszentrum je nach Saison anders dekoriert wird. War es vor zwei Wochen noch mit Tausenden kleinen Blüten und Blumen verziert, hingen während diesem Besuch schon Girlanden mit gelben, roten, orangefarbenen und braunen Filzblättern an den Geländern, was wohl ein erstes Zeichen dafür ist, dass es hier in Seoul bald Herbst wird.

Viele Grüße aus Seoul und bis zum nächsten Mal,

Anne 🙂

4 Kommentare

  1. Hi Anne,

    freut mich, dass du dich schon so gut in Korea eingefunden hast und auch eine Buddy hast, die sich um dich kümmert. Vielleicht hast du es bereits gegessen, aber ich kann dir wirklich nur empfehlen Bibimbap auszuprobieren. Es ist wirklich ein geniales Gericht, das es bestimmt auch vegetarisch gibt. Das Beste ist, es kommt aus Korea. Du oder dein Buddy sollten also leicht ein sehr gutes Restaurant finden, das es anbietet 🙂

  2. @Denis

    Hey Denis,

    Bibimbap ist mittlerweile hier eines meiner Lieblingsgerichte geworden weil man es tatsächlich vegetarisch findet oder man nach der Alternative ohne Fleisch fragen kann
    Danke trotzdem für den Tipp:)

  3. Liebe Anne, dein Blog macht wirklich Lust auf Seoul. Und exakt so sollte ein Blog wohl sein sein! Ich mag auch deine Fotos sehr. Freu mich schon drauf, wo du deine Leser in Zukunft noch hin „mitholst“ (haha, kleiner Gruß aus Trier). LG, Edith

  4. @Edith

    Vielen Dank Edith! Ich werde versuchen hier noch viele weitere schöne Orte zu entdecken über die ich schreiben kann 🙂

Keine Kommentare.