Städtetrip nach Barcelona

„¡De Madrid al cielo!„ – „Nach Madrid ist nur der Himmel schöner!“

Ist das wahr? Oder ist es möglich, dass ich mir nach unserer Barcelona-Reise wünschen werde, ich hätte besser diese Stadt gewählt? Gerade bin ich von meinem Drei-Tages-Trip zurück und möchte euch gerne erzählen, was ich dort erleben durfte.

Tag 1

Nach einer äußerst kurzen Nacht betrat ich gemeinsam mit vier Mädels gegen elf Uhr am Morgen katalanischen Boden. Als meine Eltern, die gerade Urlaub an der Costa Brava machten, hörten, dass ich nach Barcelona reisen werde, planten sie spontan ihre Route um, um mich einen Tag in der Hauptstadt Kataloniens zu treffen. Es fühlte sich auf der einen Seite total verrückt an, sich an einem fremden Ort für gerade mal zwölf Stunden zu treffen, doch auf der anderen Seite auch schlichtweg normal und vertraut. Wir begannen unsere Tour mit einem Spaziergang durch die schmalen Gassen der Altstadt und beschlossen danach einen Aussichtspunkt auf dem Montjuic anzustreben. Da wir leider die Station der Standseilbahn nicht finden konnten liefen wir zu Fuß den Berg hinauf. Wir strandeten bei einer Bar, die eine tolle Aussicht auf die Stadt bot und stärkten uns mit Sangria. Einen kleinen Spaziergang entfernt liegt das Museu Nacional d’Art de Catalunya, das einem Palast gleicht. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf den Plaça d’España, an dem abends eine tolle Brunnen- und Lichtshow stattfindet. 

 Museu Nacional d'Art de Catalunya und Plaça d’España

Plaça d’España

Museu Nacional d'Art de Catalunya

Museu Nacional d’Art de Catalunya

Als wir langsam hungrig wurden, irrten wir durch die Altstadt auf der Suche nach einem kleinen spanischen Restaurant – vergeblich. Wenn man sich nicht auskennt, ist es leider sehr schwierig etwas anderes als die typischen Touri Schuppen zu finden, in denen die Speisekarten in sämtliche Sprachen übersetzt und die Gerichte als Fotos an den Fenstern kleben. Etwas enttäuscht heiterte uns danach die gigantische Brunnenshow auf, die wir mit einer Flasche Wein genossen.

Brunnenshow

Brunnenshow

Später trafen wir wieder auf meine Freundinnen, die erstaunt waren, dass wir in der Öffentlichkeit Alkohol tranken, denn in Spanien ist das verboten!
Leider verging der erste Tag wie im Flug. Vollkommen übermüdet verabschiedete ich mich von meinen Eltern und musste dann auch noch zu meinem Entsetzen feststellen, dass die Metro nur bis Mitternacht fuhr! Nach einer aufregenden Taxifahrt und 22 Stunden auf den Beinen fiel ich am Ende des Tages todmüde ins Bett. 

Tag 2 

Wir starteten unseren ersten gemeinsamen Mädels-Trip mit einem schönen Frühstück und steuerten dann das Casa Mila an.
Per Audio Guide bekommt man hier viele Infos über das einzigartige Haus, das von dem Architekten Antoni Gaudi 1906-1910 errichtet worden ist.

Dach des Casa Milà

Dach des Casa Milà

Danach legten wir eine kleine Pause in einem süßen Café ein. Unser nächstes Ziel, den Mercat de la Boqueria, verloren wir allerdings aus den Augen, sobald wir über die Schwelle eines tollen Geschäfts mit außergewöhnlich schönen Kleidern getreten waren. Die nächste Stunde blockierten wir die Umkleidekabinen und verließen das Geschäft mit sämtlichen Tüten, um in unserer Wohnung Abendessen zu kochen. Die Nacht wurde auf dem La Mercè Fest, einem riesigen Stadtfest, durchgefeiert.

Tag 3

Ohne uns von schönen Geschäften ablenken zu lassen, strebten wir den letzten Tag tatsächlich den Mercat de la Boqueria an und genossen einen der frischen Smoothies. Weiter ging es zur Dachterrasse des Hotel NH Collection. 

Blick von der Dachterrasse des Hotels NH

Blick von der Dachterrasse des Hotels NH

Einen strammen Fußmarsch entfernt liegt die berühmte Sagrada Familia oder von meinen Freundinnen liebevoll „Sangria Familie“ genannt. Wir waren beeindruckt von dem fantastischen Bauwerk und ein bisschen enttäuscht, dass wir uns nicht vorgenommen hatten, sie von innen zu besichtigen.

Sagrada Familia

Sagrada Familia

Um 16.30 hatten wir Tickets für den Park Güell. Dummerweise steckt die halbe Aussichtsplattform gerade in Umbauarbeiten. Demnach musste man sich anstellen, um ein Foto von der tollen Aussicht zu bekommen (was wir aber natürlich taten).

Park Güell

Park Güell

Mein persönliches Highlight war der sogenannte Bunker, Turó de la Rovira. Von dem 262 Meter hohen Hügel aus hat man einen gigantischen Blick über Barcelona. Junge Menschen genießen auf Picknickdecken entspannt ihre mitgebrachten Tapas, während die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet.

Turó de la Rovira

Turó de la Rovira

Turó de la Rovira

Das hätte ein wundervolles Ende unseres Trips werden können, doch bei unserem letzten Dinner wurde der Rucksack einer Freundin gestohlen. Deshalb mein letzter Tipp für Barcelona: Passt auf eure Sachen auf!
Abgesehen davon ist die Stadt absolut sehenswert. Da ich mein Herz allerdings an Madrid verloren habe, steht die Hauptstadt Spaniens zumindest für mich außer Konkurrenz.

Wart ihr schon einmal in Barcelona und habt etwas ähnliches erlebt? Oder weitere Vorschläge, was man dort machen kann? Ich würde mich sehr über eure Kommentare freuen, denn ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort! 🙂

Alles Liebe, Lynn

4 Kommentare

  1. Liebe Lynn, ein gemeinsames Barcelona-Erlebnis teilen wir: Wir waren damals mit 4 Freundinnen unterwegs, Interrail. Und einer davon wurde der Rucksack geklaut! Also ja, deine Warnung kann ich nur bestätigen;)Schöner Bericht mit tollen Fotos übrigens!

  2. Hallo Lynn,

    leider muss ich erzählen dass ich auch solche Erfahrungen in Barcelona gemacht habe oder davon mitbekommen habe- einer Freundin von mir wurde an unserem ersten Urlaubstag gleich der Geldbeutel gestohlen und meine Schwester hat sogar eine Frau dabei erwischt, wie sie in ihrem Rucksack herumgewühlt hat.
    Ansonsten habe ich den Parc Güell auch wunderschön gefunden und etwas was man unbedingt machen sollte ist natürlich alle möglichen Tapas probieren 😉
    Deine Fotos sind toll geworden! 🙂
    Viele Grüße aus Seoul, Anne

  3. Liebe Anne,

    freut mich, dass dir die Fotos gefallen :-). Ich finde es sehr erschreckend, dass Barcelona so unsicher ist was Diebstahl betrifft. Da der Rucksack an unserem letzten Abend gestohlen wurde habe ich nun ein ganz schlechtes Bild von der Stadt, was wirklich schade ist.

    Viele Grüße nach Seoul, Lynn 🙂

  4. Liebe Edith,

    wie schön, dass du auch mit einer Mädelsgruppe in Barcelona warst! Interrail ist etwas, was mich total reizt!
    Da kannst du bestimmt gut nach empfinden wie es uns an diesem Abend ging 🙁 Wir hatten da allesamt zum ersten Mal ein bisschen Heimweh!

    Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße, Lynn

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