Raus aus der Großstadt: Mallorca

Torrent de Pareis

Torrent de Pareis

„Estar como unas Pascuas“ –  Überglücklich sein. Auf Mallorca.
Letzte Woche entschieden mein Freund und ich spontan, dass wir uns für ein paar Tage auf Mallorca treffen.

Bucht man die Flüge ein bisschen früher als wir, dann kommt man schon ab zwölf Euro mit Ryanair hin und zurück.
Da wir die Tage in vollen Zügen nutzen und die Insel so weit wie möglich entdecken wollten, mieteten wir ein Auto. Ich verbrachte Stunden mit der Recherche und las tausende von Bewertungen, was dazu führte, dass ich panische Angst bekam. Obwohl ich mit meinen Freundinnen aus Madrid schon zweimal einen Wagen gemietet hatte, traute ich der Sache nicht. Besitzt man statt einer Kreditkarte nur eine Debitkarte ist es dem Unternehmen nicht möglich die Kaution auf der Karte zu blocken und so kann es passieren, dass sie einem zusätzliche Versicherungen aufschwatzen wollen.
Letztendlich buchten wir das Premium Paket bei centauro. Mit Vollkasko und Zusatzfahrer, ohne Selbstbeteiligung und Kaution stand uns die Debitkarte hier nicht im Wege. Ein kostenloser Shuttle brachte uns vom Flughafen in Palma zu deren Büro und in weniger als zehn Minuten hatten wir unser Auto. Nachdem wir alle Kratzer und Dellen fotografiert hatten, konnte es mit unserem kleinen Roadtrip losgehen!

Palma

Kathedrale von Palma

Kathedrale von Palma

Den angebrochenen Tag verbrachten wir in Palma. Zentral parken kann man am Plaça d’Espanya.
21 Grad und Sonnenschein ließen mein Herz höher schlagen, während wir durch die Innenstadt bis runter zum Hafen, vorbei an der Kathedrale und dem Königspalast, schlenderten. Trotz den vielen deutschen Worten um uns herum, fühlte ich mich sofort im Urlaub angekommen.

Gegen Nachmittag, als uns die Müdigkeit übermannte, fuhren wir in unsere Unterkunft Mallorca Can Florit in Senselles, die ich sehr empfehlen kann! Dank der Keybox an der Eingangstür gelangten wir ohne lästigen Check-in in das Haus, das wir uns nur mit einer weiteren Frau teilten, und begaben uns auf die Suche nach unserem Zimmer. Die Gemeinschaftsbereiche hatten wir immer für uns alleine und die Vermieterin war sehr unkompliziert und über WhatsApp erreichbar, wenn wir Tipps zum Essen gehen oder anderes brauchten.

Tag 2

Valldemossa

Im Voraus hatte ich sämtliche Mallorca Blogs gelesen und Freunde nach Sehenswürdigkeiten ausgefragt. Somit entstand ein voll gepackter Plan für die nächsten drei Tage. Unser erstes Ziel: Valldemossa. Mit seinen urigen, schmalen Gassen, den Blumentöpfen an den Hauswänden und den vielen Pflanzen ist es ein sehr idyllisches und beliebtes Städtchen.

Valldemossa

Valldemossa

Valldemossa

Valldemossa

Torre del Verger

Weiter ging es zum Torre del Verger, einem alten Turm mit toller Aussicht. Die Strecke dorthin war absolut fantastisch! Wir hielten an allen möglichen Aussichtspunkten und staunten über die Schönheit der Natur.

Nächster Stop: Cala Deià

Vor- und Nachteile beim Reisen in der Nebensaison: Die Bucht hatten wir fast für uns alleine, doch beide Restaurants waren geschlossen. Lukas und ich waren uns jedoch einig: die Vorteile überwiegen und wir würden wieder außerhalb des Sommers nach Mallorca kommen!

Cala Deià

Cala Deià

Sóller

Da wir immer noch Energie hatten, hielten wir auf dem Nachhauseweg in Sóller, aßen ein Eis und spazierten durch das Städtchen.

Sóller

Sóller

Tag 3

Cap de Formentor und Torrent de Pareis

Wind und Regen konnten unsere Laune nicht trüben. Auf der eineinhalb Stunden Fahrt zur nördlichsten Spitze Mallorcas waren wir so fasziniert von der Landschaft, dass wir das schlechte Wetter einfach weglachten. Die Serpentinenwege waren ziemlich nervenaufreibend, doch Lukas brachte mich sicher zu jedem neuen Ziel.

64 Kilometer und weitere eineinhalb Stunden Fahrt trennten uns vom Torrent de Pareis. Nachdem Lukas die anstrengenden Serpentinenstraßen gemeistert hatte erreichten wir die Bucht Cala de sa Calobra. Von dort aus läuft man zu Fuß zur Felsenschlucht Torrent de Pareis. Auch hier hatten die meisten Restaurants und Cafés geschlossen und wir hatten freie Auswahl, was die Parkplätze anging.

Letzter Tag, letztes Ziel:

Sant Salvador und Santanyi

Das Kloster Sant Salvador, auf einem 509 Meter hohen Berg gelegen, eröffnet einen wundervollen Ausblick über die ganze Insel. Dreimal dürft ihr raten, wie man dort hoch kommt – natürlich über eine Serpentinenstraße. Hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir gerne nach oben gewandert.
Der Blick war toll, doch zufrieden stellten wir fest, dass es in unserer Heimat genauso schöne Szenarien gibt!

Die letzten Stunden verbrachten wir in der Bucht Cala Santanyí. Von dort aus kann man zum Felsentor Es Pontas laufen.

Cala Santanyí

Cala Santanyí

Es Pontas

Es Pontas

Bevor es zum Flughafen ging, tranken wir  in der ruhigen Innenstadt von Santanyí noch einen Café und saugten die letzten Sonnenstrahlen in uns auf.

Niemals hätte ich erwartet, dass mir die Natur einmal so sehr fehlen könnte. Der Kurzurlaub auf Mallorca war Balsam für meine Großstadtseele. So langsam kommt Vorfreude auf Zuhause auf, auf das Land, die Berge, die Ruhe. Dennoch fühlte es sich auch an wie Nachhausekommen, als ich meine WG betrat und von meinen Mitbewohnern herzlich empfangen wurde.

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