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Trierer Mädels

Trierer Mädels

Vorfreude auf Trier – Von meinem letzten Semester in Trier und dem Versuch alles aufzusaugen… 

Ein wenig beschämt melde ich mich auch endlich mal wieder zu Wort.
Vor vier Wochen ging das Sommersemester in Trier los.
Ich freute mich in meine kleine Bude zurückzukehren, auf die Mädels und auf die letzten Veranstaltungen in meinem Bachelorstudium. Zu meinem Erstaunen fühlte sich das Zurückkehren weder merkwürdig, noch sonderlich aufregend an. Da hatte ich nach vier Monaten im Ausland und weiteren drei Monaten in der Heimat doch ein wenig mehr erwartet.
Hätte ich allerdings gewusst, welche Komplikationen die erste Woche mit sich bringen würde, wäre ich wahrscheinlich viel nervöser gewesen. 

Unerwartete Komplikationen 

Einen Abend vor der ersten Veranstaltung musste ich entsetzt feststellen, dass man mich zu einem wichtigen Seminar nicht zugelassen hatte. Wie sich nach und nach herausstellte, geschah dies aufgrund meiner Angabe die Bachelorarbeit erst gegen Herbst/Winter anmelden zu wollen. Dank einer innovativen Regeländerung darf man das Seminar ab diesem Semester ausschließlich dann besuchen, wenn man beabsichtigt die Arbeit bis Ende Juni anzumelden. Herzlichen Dank auch!
Durch mein Auslandssemester schob ich ein paar Hausarbeiten auf, die nun bis August geschrieben werden wollen. Diese Tatsache ließ mich daran zweifeln, ob eine Abgabe der Bachelorarbeit, bis Ende Oktober realistisch sei.
Auch wenn es bis jetzt noch keine konkrete Lösung dafür gibt, habe ich mich mit dem Problemchen arrangiert. Immerhin stehe ich nicht alleine da – ein paar meiner Kommilitonen passt die Änderung genauso wenig in den Kram. Gemeinsam hoffen wir darauf, dass das Seminar im Wintersemester als Blockveranstaltung an drei bis vier Wochenenden stattfinden wird. Also drückt mir bitte die Daumen! 🙂 

Spanischunterricht

Viele Veranstaltungen in der Uni habe ich – wie gewöhnlich bei meinem Studiengang – auch dieses Semester nicht. Neben einem tollen Filmanalyse Seminar am Montagmorgen, freue ich mich jeden Dienstag und Mittwoch auf meinen Spanischkurs! Allerdings traue ich mich nicht so recht zuzugeben vier Monate in Madrid gewohnt zu haben, denn meine Spanischkenntnisse sind unterirdisch! Unsere temperamentvolle und engagierte Lehrerin hat für uns ein Tandem-Programm mit einer Uni in Valencia auf die Beine gestellt. Was mich besonders freut, da ich letztes Jahr von Madrid aus einen Wochenendtrip nach Valencia gemacht habe! Gestern haben wir zum zweiten Mal mit unseren Partnern geskypt. Zuvor war ich etwas nervös, weil es wirklich schwierig ist, mit einem A2 Level eine Unterhaltung zu führen. Doch es ist eine tolle Herausforderung und die Nervosität war total unbegründet. Die valencianischen Studenten sind ebenso unsicher in ihrem Deutsch wie wir im Spanischen und so hilft man sich gegenseitig aus und lacht viel miteinander.
Leider wird das Programm schon abgebrochen, da sich – Überraschung! – die Koordination mit Spaniern als nicht ganz unproblematisch herausgestellt hat. Es zeigt sich wieder das spanische Gemüt, das selbst unsere südamerikanische Lehrerin auf lustige Weise zum Verzweifeln bringt.

Abschied von Trier

Verrückt! Sechs Semester des Bachelorstudiums sind bald vorbei. Danach heißt es Abschied nehmen von Trier. Ein komischer Gedanke, einen Ort verlassen zu müssen, an dem man so viel Zeit verbracht hat. Die drei Jahre vergingen wie im Flug und doch ist so vieles passiert.
Ich habe viel gelernt, nicht nur fachlich, sondern auch oder vor allem über mich selbst. Das Abkapseln von der Familie und der erste Umzug waren dabei von zentraler Bedeutung. Neue Freundschaften wurden geschlossen und Herausforderungen gemeistert – wenn auch nicht nur positive.
Die Kündigung der Wohnung ist schon vollzogen und mit dem Verweis meiner Vermieterin „…einer Fortsetzung des Mietverhältnisses widerspreche ich bereits jetzt“, schließt auch die Option eines Rückziehers aus.

Anfangs habe ich ganz realistisch und kopfgesteuert die nächsten Schritte geplant: die letzten Seminare belegen, das WLAN kündigen, etc. Doch denkt man genauer darüber nach und horcht in sich hinein, dann macht einem das Gefühl auch ein klein wenig Angst. Es ist der nächste große Schritt in eine neue, ungewisse Richtung.

Aber noch ist es noch so weit. Bis zu meinem Auszug sind es drei Monate. Eine kleine To-do-in-Trier-Liste muss bis dahin noch abgearbeitet werden. Vor zwei Wochen war ich auch endlich mal bei der Mariensäule! – Schande über mich! Und bis bald! 🙂

Ausblick von der Mariensäule in Tier