Doktoranden auf Studienfahrt in Den Haag

Regierungssitz und internationale Organisationen besucht

Am 5. und 6. Juni veranstaltete das Internationale Graduiertenzentrum (IGZ) in Kooperation mit den Doktoranden des Fachbereichs Rechtswissenschaften eine Studienfahrt nach Den Haag. 21 Promovierende nutzten die Gelegenheit, den Regierungssitz der Niederlande und einige der dort ansässigen europäischen bzw. internationalen Organisationen kennenzulernen sowie im Rahmen der Fahrt sich auch allgemein über die jeweiligen Promotionsprojekte sowie dabei auftretende Fragen und Probleme auszutauschen.

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Besucht wurde zunächst der Internationale Strafgerichtshof (ICC), der als ständiges internationales Strafgericht für Delikte des Völkerstrafrechts, namentlich Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, zuständig ist. Nach einer generellen Einführung unter anderem zu Geschichte, Zuständigkeit und Aufgaben des ICC berichtete eine juristische Mitarbeiterin der Anklagebehörde sehr lebhaft über die aktuellen Fälle und Entwicklungen am ICC. Anschließend bestand die Gelegenheit zur Besichtigung des Gerichtssaales.

Zudem wurde die Gruppe bei Eurojust empfangen. Diese europäische Behörde vermittelt zwischen den Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, etwa zur Vermeidung von Doppelermittlungen oder zur Koordination grenzübergreifender Maßnahmen. Ein Mitarbeiter des Deutschen Tisches stellte Eurojust vor und stand sodann in einer regen Diskussion Rede und Antwort.

Im Rahmen einer juristischen Stadtführung wurden die politischen und juristischen Institutionen der Niederlande vorgestellt und en passant beide Kammern des Parlaments, verschiedene Ministerien, der Regierungssitz des Königs, der Staatsrat (Raad van State) sowie der Oberste Gerichtshof (Hooge Rat) besichtigt.

Dank für die hervorragende organisatorische Betreuung und die Ermöglichung der großzügigen finanziellen Unterstützung der Fahrt galt dem Team des IGZ, insbesondere Dr. Frank Meyer, Andrea Diederichs und Simone Leyk. Auf Seiten der Teilnehmer hat sich insbesondere Alina Berger für ihren Einsatz in der Koordination mit dem IGZ in höchstem Maße verdient gemacht.

Für die Zukunft sind weitere Doktorandenfahrten in Planung; nach Leipzig und Bamberg in den vergangenen Jahren sollen Karlsruhe oder Brüssel als künftige Fahrtziele von juristischem Interesse ins Auge gefasst werden.

Dr. Constantin Willems