Studentin weiss, was Kunden einer Bank wünschen

Helena Beresowskij erhielt Stipendium

Ein Hinweis im Mailverteiler der Universität weckte Helena Beresowskijs Interesse. Obwohl sie sich nur geringe Chancen ausrechnete, bewarb sich die 22-jährige Studentin der Betriebswirtschaftslehre für die „Praxis Academy des Campus of Excellence (CoE)“. Das Glück der Tüchtigen stand ihr zur Seite: Sie erhielt eines der bundesweit ausgeschriebenen 17 Stipendien.

 „Wir sind davon überzeugt, dass der frühzeitige Kontakt mit Unternehmen, der Aufbau tragfähiger Netzwerke und möglichst viel Praxiserfahrung entscheidend für den erfolgreichen Berufseinstieg sind“, erläutert Dr. Heiko Reisch, geschäftsführender Gesellschafter der Campus of Excellence gGmbH, die Ziele der Academy für Unternehmen und Teilnehmer gleichermaßen.

Seit August bearbeiten Helena Beresowskij und ihre Academy-Kollegen sieben, teils mit mehreren Stipendiaten besetzte Projekte. In einer gemeinsamen Einführungswoche in Nürnberg wurden sie in Workshops zu Projektmanagement, Businessetikette, Selbstbild/Fremdbild und mit  Unternehmensbesuchen auf die Projektarbeit vorbereitet. Sieben Wochen hatten Helena Beresowskij und ein weiterer Student anschließend Zeit, im Auftrag der Commerzbank AG die „Kundenanforderungen an das Online-, Direct- und Mobile-Banking-Angebot einer modernen Großbank“ zu ermitteln.

 „Wir versuchen, weitestgehend selbstständig zu arbeiten, werden im Unternehmen aber hervorragend unterstützt“, berichtet die Trierer Studentin von ihren Erfahrungen. Methodisch setzten die beiden Stipendiaten ihre Aufgabe mittels einer Trendanalyse, mit Experteninterviews und einer Online-Befragung unter Bankkunden um. „Dass sich daran innerhalb nur einer Woche 1340 Kunden beteiligten, war ein immenser Erfolg“, sagt Helena Beresowskij und nennt ein zentrales Ergebnis der Befragung: „Kunden erwarten von einer modernen Großbank, dass sie sich mit dem Zeitgeist entwickelt, diesem vielleicht sogar einen Sprung voraus ist.“

Am 11. Oktober präsentierten die jungen Academy-Mitglieder die Projektergebnisse vor einer Jury aus Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern. Die Gewinner durften sich am gleichen Tag bei einem großen Symposium vorstellen. „Natürlich ist man ehrgeizig, vorne zu landen. Aber es geht nicht so sehr um das Gewinnen, sondern um die Eindrücke, die man mit einem solchen Stipendium sammeln kann, und um die Kontakte, die man knüpft. Insgesamt war es eine ganz hervorragende Erfahrung für mich“, zieht Helena Beresowskij ein positives Fazit.

Nachdem sie ihre Bachelor-Arbeit noch vor dem Stipendium abgeschlossen hatte, konnte sie im Wintersemester an der Universität Trier das Masterstudium „Dienstleistungsmanagement mit Schwerpunkt Finanzen“ aufnehmen.

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